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Thriller / USA 2011

Verblendung

Spinnen die Amis? Nur 27 Monate nach der tollen schwedischen Adaption bringen sie am 12. Januar ihre Version von Stieg Larssons Superkrimi Verblendung in die Kinos. Was ist besser, was schlechter am neuen Film? Ein PRINZ-Vergleich


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Wenn Stieg Larsson 2x klingelt
DIE FILME
Beide entstanden in Schweden, zum Teil sogar an den gleichen Schauplätzen. Während das skandina - vische Team rund 15 Millionen Euro verbrauchte, gaben die Amerikaner 100 Millionen Dollar aus - ungefähr das Fünffache. Den Unterschied sieht man vor allem an den eleganteren Bildern.
DIE REGISSEURE
Mit "Verblendung" inszenierte der Schwede Niels Arden Oplev vermutlich den größten Film seines Lebens. David Fincher (49) gelangen viele Meisterwerke - darunter "Sieben", "Fight Club" und nun die US-"Verblendung".
DIE HAUPTDARSTELLER
Hut ab vor Mikael Nyqvist, der zuvor fast nur fürs schwedische Fernsehen arbeitete und die Anforderungen an seine erste internationale Riesenrolle souverän meisterte. Seitdem hat Hollywood ein Auge auf den skandinavischen Charakterkopf geworfen. Aktuell ist er als Nebendarsteller in "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" zu sehen. Darüber kann Daniel Craig (43) allerdings nur müde lächeln. Mit seinem umwerfenden Charisma hat es der Engländer erst zur James-Bond- Rolle und dann zum weltweiten Superstar gebracht. So funkelt Craig auch als Starreporter in "Verblendung" ein bisschen strahlender als sein Pendant.
DIE HAUPTDARSTELLERINNEN
Machen wir uns nichts vor: Neben der krassen Krimistory um einen Serien-Lustmörder war Noomi Rapace (32) schlichtweg die Sensation des skandinavischen Films. Ihr wilder Blick, ihre verzweifelte Aggression verliehen der cleveren Computer-Hackerin Lisbeth Salander eine Intensität ohnegleichen. Kein Wunder, dass die zuvor nahezu unbekannte Schwedin jetzt in Hollywood Karriere macht. Gegen so viel Power hat ihr US-Pendant Rooney Mara keine Chance - trotz allem erkennbaren Talent!


Start: 12.01.2012, OT: The Girl with the Dragon Tattoo, Regie: David Fincher, Darsteller: Daniel Craig, Rooney Mara, Christopher Plummer u.a., 157 Min.
Fazit: Die spinnen, die Amis? Ja! Trotzdem liefern sie die bessere Adaption. Kurzweiliger, spannender, bildverliebter.
 
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