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Abenteuer / USA 2011

Die Tribute von Panem - The Hunger Games


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Nach "Harry Potter" und "Twilight" kommt nun mit "Die Tribute von Panem" ein weiteres Teenager-Epos in die Kinos, das bereits Abermillionen begeisterter Leser gefunden hat. Darin geht es aber nicht um Kinderkram wie Zauberer oder Vampire, sondern um deutlich härteren Stoff: Die Story spielt in "Panem", den ehemaligen USA, einem post-apokalyptischen Reich, in dem 12 Distrikte von einer diktatorischen Zentralregierung beherrscht werden. Einmal im Jahr müssen diese nach Berufsgruppen unterteilten Distrikte im Andenken an eine misslungene Revolte Tribut zollen und jeweils einen Jungen und ein Mädchen für die "Hunger Games" bestimmen. Die sind ein landesweites Medienspektakel, eine Art Super-Castingshow, an derem Ende aber kein Platten- oder Modelvertrag winkt, sondern nur das nackte Überleben: 23 dieser jugendlichen "Tribute" werden am Ende dieser grausamen "Spiele" den Tod gefunden haben, nur einer darf als Sieger vom Spielfeld gehen. Im Mittelpunkt der "Tribute von Panem", dessen erster Teil "The Hunger Games" ist, steht die 16jährige Katniss Everdeen aus dem Bergarbeiterdistrikt 12. Sie wird konfrontiert mit der Show-Maschinerie, in der die 24 Teilnehmer zu Helden stilisiert werden und sich vor dem Publikum verkaufen müssen. In einer von Kameras überwachten Wildnis müssen die jugendlichen TV-Stars dann gegeneinander antreten. Katniss hat im Laufe der Spiele dann nicht nur mir heimtückischen Mitspielern und gefährlichen Allianzen zu kämpfen, sondern vor allem mit ihrem Gewissen, denn am Ende muss auch der junge Peeta aus ihrem Distrikt zu ihrem Gegner werden. Immer mehr findet sie heraus, wie diese tödliche Unterhaltungsmaschinerie tickt und sich auch benutzen lässt. Und je mehr sie an Sympathien bei der Todesshow gewinnt, umso gefährlicher wird sie für das System. Jennifer Lawrence (bekannt aus "X-Men: Erste Entscheidung") verkörpert diese junge, durchaus unsichere Heldin mit dem revolutionärem Potential überzeugend. Regisseur Gary Ross schafft es, eine faszinierende Mischung aus Science Fiction-Welt und archaischer Wildnis zu zeigen und den Charakteren mehr Raum als dem Survivalplot selbst zu geben. Damit bleibt er nah an der Kernaussage der durchaus gesellschaftskritischen Romanvorlage: Der Einzelne kann mächtiger sein als jede Obrigkeit und Menschlichkeit bewegender als jedes "Brot und Spiele"-Spektakel.
Michael Schömburg


Start: 22.03.2012, OT: The Hunger Games, Regie: Gary Ross, Darsteller: Jennifer Lawrence, Josh Hutcherson, Liam Hemsworth u.a., 142 Min.
Fazit: Gelungene Verfilmung des ersten Teils der Jugendbuch-Trilogie mit einer starken Jennifer Lawrence als Titelheldin.
 
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